Imkerverein Rhede e.V. 

von 1930


Wie alle anderen ging auch der Imkerverein Rhede mit der Zeit. Seit seiner Gründung im Jahr 1930, damals als Imkerverein Rhedebrügge, hat sich das Gesicht der Bienenzucht gewandelt. Neuerungen hielten Einzug, die den Umgang mit den Bienen und die Honigernte erleichterten. So benutzten die Imker noch zu Beginn des Jahrhunderts Bienenkörbe, in denen sie die Stämme aufzogen. "Wildbau", nennt Johann Schulze-Böing die Arbeit seiner früheren Kollegen. Nachteil dieses Korbes war aus seiner Sicht, daß einige Bienen getötet werden mußten, um an den Honig heranzukommen.

Nach den Körben gingen die Imker dazu über, die Bienen in Kästen heran zu züchten. Über Schubladen konnten sie so sehr einfach die Waben erreichen. Außerdem waren die Kästen
                                                                                  Heinrich Dings , Johann Eilers , Heinrich Eilers u. Gerhard Egging
größer, erklärt Schulze-Böing einen Vorteil. Inzwischen werden Bienen in Magazinen gezüchtet.  24 Mitglieder hat der Imkerverein heute.
Johann Weidemann und Josef Möllmann,  die seit 50 Jahren aktiv am Geschehen des Vereins teilnehmen.
"50 Jahre Mitglied im Imkerverein bedeutet nicht nur 50 Jahre Honigschleudern, sondern auch 50 Jahre aktiver Naturschutz.", so lobte Hannes Schulze  - Böing ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Beide hätten schon vor einem halben Jahrhundert Bäume für ihre Bienen gepflanzt, als man das Wort Umweltschutz noch gar nicht gekannt hätte, so Schulze-Böing. Sie hätten Schulklassen informiert und Königinnen und Bienenvölker für Jungimker gezüchtet.


1987 wurde der bis dahin Imkerverein Rhedebrügge genannte Verein zum Imkerverein Rhede e.V.
Die Namensänderung resultierte aus der immer größer werdenden Anzahl an Rheder Imkern im Verein.

Im Jahre 1997 gab es einen Tag der offenen Tür, an dem Arbeitsgeräte von früher und heute ausgestellt wurden. Darüber hinaus wurde an Informationsständen über die Arbeit und den gelebten Naturschutz der Imker berichtet.